(ZDF-Wiso-Reportage vom 13.09.2010)
Massagen stärken das Immunsystem
Studie belegt positiven Einfluss
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Massagen stärken die körpereigene Abwehr und verringern die Konzentration von Stresshormonen im Körper
Zu diesem Ergebnis kamen US-Forscher des Cedars-Sinai Medical-Center in Los Angeles.

Veränderungen im Blut
Die Wissenschaftler analysierten Blutproben von Menschen, die 45 Minuten lang massiert worden waren. Dabei entdeckten sie mehr weiße Blutkörperchen - diese sind für die körpereigene Abwehr zuständig. Das Stresshormon Cortisol dagegen war nach den Massagen weniger geworden. Die Forscher gehen daher davon aus, dass Massagen bei der Behandlung von Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen sinnvoll sind.

 

Der Frühling - Die "Kapha"-Zeit

Viele Faktoren beeinflussen das innere Gleichgewicht des Menschen (ayurvedisch ausgedrückt der Doshas) zum Beispiel unsere Tagesroutine, die Nahrung, die Jahreszeiten, die Lebensphase. Die hier vorgestellten Empfehlungen sollen Sie unterstützen, besonders im Frühjahr Ihr inneres Gleichgewicht zu bewahren. Neues ausprobieren, eigene individuelle Bedürfnisse erkennen und sich wohlfühlen stehen dabei an erster Stelle.

In der "Charaka Samhita", dem klassischen ayurvedischen Lehrbuch, wird der Einfluss der Natur im Frühling (ca. Mitte Februar bis Ende Mai) wie folgt beschrieben: "Im Frühjahr wird durch die Wärme der Sonne das im Winter angehäufte Kapha im Körper verflüssigt. Dadurch kann es zu einer Beeinträchtigung der Verdauungskraft und des Stoffwechsels kommen, woraus eine Vielzahl von Beschwerden entstehen können."

Das Kapha -Dosha hat die Eigenschaften kalt, flüssig, schwer und zäh und steht für die Elemente Wasser und Erde. Kapha bezeichnet das strukturgebende Prinzip im Körper.

Laufende Nase, dumpfer, schweren Kopf, auch die Frühjahrsmüdigkeit – dies ist jeweils ein Zuviel an Kapha. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt Ayurveda zum Ende der Winterzeit ganzheitliche, Kapha-reduzierende Maßnahmen.

Der Stoffwechsel arbeitet im Frühjahr langsam, was die Bildung von „Schlacken“ im Körper fördert. Daher ist es günstig, jetzt weniger zu essen (leichter, weniger fettreich & weniger Milchprodukte, denn sie erhöhen Kapha/Schlacken) und sich mehr zu bewegen.


Viele alte Kulturen haben bis zum heutigen Tag Reinigungszeremonien und -rituale bewahrt und üben sie aus, weil der Frühling die Zeit ist, wo das Leben aufs Neue erwacht. So kennt man auch in anderen Kulturen die Zeit des Reinigens, wie z.B. in der christlichen Tradition gibt es vor Ostern die Fastenzeit, bei der jüdischen Tradition die Zeit des Passafestes und im Islam das Ramadan.

Im Ayurveda werden besonders für diese Zeit Reinigungskuren empfohlen, da die Reinigungskraft im Frühling am stärksten ist. Eine Ayurveda- Kur (Panchakarma) im Frühjahr schenkt Kraft für das ganze Jahr weil sie den gesamten Organismus stärkt und grundlegend entschlackt!


Ernährung
Wichtig ist im Frühjahr eine leichte Ernährung und die Stärkung der Verdauungskraft. Geeignet sind für diese Zeit folgende Nahrungsmittel: leichte Reisgerichte, Gerste, Hirse und Bio-Basmatireis, Gemüse wie Rettich aller Art, Weißkohl, Rotkohl, Fenchel (s. Rezeptteil) und Blumenkohl reduzieren Kapha. Man sollte weniger Salate als im Sommer essen und etwas schärfer als sonst würzen (außer den
Pitta Dosha dominierten Menschen, sie sollten niemals sehr scharf würzen!). Auch Rettich eignet sich sehr gut als Salat oder Gemüse. Zu meiden sind alle schweren Gemüse wie z.B. Kartoffeln, Tomaten und Paprika sowie zu viele Milchprodukte, im besonderen Käse aller Art.

Frühstück
Vor allem das Frühstück sollte leicht sein: morgens ist das Verdauungs“feuer“ noch schwach. Ein zu schweres Frühstück kann vom Körper nicht völlig verwertbare „Essenz“ umgewandelt werden. Als Folge würden unvollständig verdaute „Schlacken“ entstehen, die sich im Körper ansammeln und seine Funktionen behindern können.

Als Getränke zur Aktivierung der Verdauung und des Stoffwechsels eignen sich am Morgen zum Beispiel Kapha-Tee (erhältlich in meiner Ayurveda Praxis oder gut sortierten Bioläden) oder heißes Ingwer-Wasser mit etwas Zitrone und Honig. Wichtig ist, dass der Honig erst hinzugegeben wird, wenn der Tee auf Körpertemperatur abgekühlt ist. Honig sollte nicht erhitzt werden, da er sonst Stoffwechselschlacken erzeugt.

Mittagessen
Zur Unterstützung der Verdauungskraft können Sie
Variante Nr. 1: ca. 20 Minuten vor dem Mittagessen ein paar kleine Ingwerstücke mit etwas Zitronensaft und einer Prise Stein-Salz zu sich nehmen.
Variante Nr. 2: in warmer Milch ¼ TL. fein gemahlener Pippali (Langkornpfeffer) und 1 TL. guten Honig aufgelöst trinken!
Die Hauptmahlzeit sollte mittags sein, da zu diesem Zeitpunkt die Verdauungskraft am größten ist.

Als Getränk zum Mittagessen eignet sich besonders ein Glas Lassi. Dies ist ein leckeres Joghurtgetränk, das in Indien überall bekannt und beliebt ist. Es hilft, die Nahrung besser zu verdauen. Lassis können in vielen verschiedenen Variationen zubereitet werden: Qualitativ hochwertigen, stichfesten Joghurt mit lauwarmem Wasser verquirlen (1 Teil Joghurt und 3 - 4 Teile Wasser). Für süßes Lassi geben Sie außer etwas Rohrzucker z. B. frisch gem. Ingwer, Kardamom und/oder Zimt, sowie einen „Schuß“ Rosenwasser hinzu.

 

Abendessen
Das Abendessen sollte nicht zu spät eingenommen werden und auch nicht zu schwer sein. Günstig sind leicht verdauliche, warme Speisen. Neben Gemüse- oder Reissuppen eignet sich z. B. auch eine dünne Mungbohnensuppe aus gelben Mungbohnen (ca. eine 3/4 Stunde köcheln lassen, bis die Mungbohnen/linsen zerfallen – nicht zu dick zubereiten, da sonst schwerer verdaulich). Diese Suppe wird als Dal bezeichnet und ist ein wichtiger Eiweißlieferant für Vegetarier! Über den Tag verteilt stärkt heißes Ingwer-Wasser die Verdauungskraft und hilft dem Körper, die Nahrung besser auszuwerten und Schlackenstoffe auszuscheiden. „Pitta-Dosha-Menschen“ trinken eher das 10 min. abgekochte ayurvedische Wasser (bitte nicht zu heiß trinken)!

 

Rezepte

Ingwerwasser

Hier das Rezept zur Ingwerwasser-Herstellung:

1 Liter Wasser mit 4 Scheiben frischen, geschältem und gewaschenem Ingwer (4 x à 5 mm Durchmesser) bei offenem Deckel auf ½ Liter Wasser runter kochen/reduzieren lassen.

Kann über den Tag verteilt getrunken werden. Hilft besonders im Frühjahr Schlacken auszuspülen, das Immunsystem zu stärken und den Appetit anzuregen. Menschen mit einer Dominanz des Pitta-Dosha sollten nicht so viel von dem Wasser trinken, da sonst sich im Körper zu viel Hitze/Energie staut.

Ayurvedisches Wasser

2 Liter Wasser einmal aufkochen und dann weitere ca. 10 Min. köcheln lassen. In eine Thermoskanne füllen und im Laufe des Tages im warmen Zustand trinken. Wirkt entschlackend und „Fettstoffwechsel“- anregend!

 

                                       

Zartes Fenchelgemüse an himmlischer Mangosauce

 

Das folgende Fenchel-Gericht eignet sich sowohl für den Frühling als auch für den Sommer, da es sowohl Kapha als auch Pitta reduziert und wenn zart gewürzt auch für den „Vata-Menschen“ geeignet Ist. Fenchel zählt im Ayur-Veda zu den sattwischen/lichtgebenden Gemüsesorten. Sattwische Nahrung besteht aus frischen, gesunden und naturbelassenen Lebensmitteln, die „erhebend und erfreuend“ wirken und die Langlebigkeit und Freude fördern.

Zutaten für 2 Personen:
2 Fenchelknollen
2 TL Ghee (besonders reines Butterschmalz), Veganer verwenden: Olivenöl
½ frische & kleine Chilischote (bei Kapha-Konstitution), je ¼ TL braune Senfkörner, Cumin (Kreuzkümmel), Coriander, Kardamom, Zimt, Sternanis und Gelbwurz, 2 Msp. Asafoetida, 3 Msp. schwarzer Pfeffer, ½ Tasse Wasser
1 reife Mango, 1/2 TL brauner Rohrzucker, 1 ausgepresste Orange
Steinsalz
2 TL frischer Basilikum, 1 EL glatte Petersilie zum Garnieren
1-2 EL Saure Sahne oder Sahne zum Verfeinern (Veganer nehmen Kokoscreme, flüssig)

Zubereitung:
Den Fenchel putzen, die äußeren 2 harten Schalenblätter entfernen, Knollen waschen und vierteln.
Ghee in einer tiefen Pfanne oder einem tiefen Topf erhitzen, die Gewürze anschwitzen, Wasser hinzufügen und bei kleiner Temperatur mit Deckel weiter kochen lassen. Die Mango waschen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Orangensaft und Zucker hinzufügen, und alles über den Fenchel gießen, verrühren und diesen weiter kochen lassen, bis er gar ist. Anschließend mit Stein- und Salinensalz abschmecken. 1-2 EL Kokoscreme/Kokosmilch etc. & 2 TL fein gehackter Basilikum untergezogen, verfeinert den Geschmack.

Mit glatter Petersilie auf Tellern garnieren. Zusammen mit Basmatireis und Chapatis (indische Fladenbrote) ergibt dieses Gericht ein einfaches, schmackhaftes Mittag- oder Abendessen.
Zubereitungszeit: 45 Minuten

 

Königliche Reis-Dal-Suppe

Hier die leichte ayurvedische Mungdalsuppe, 1 Woche lang immer frisch zubereitet je 2 Teller, als Mittags- und Abendgericht essen, hervorragend zum Entschlacken:

Für ca. 4 Personen
Zubereitungszeit 1 Stunde

Zutaten:
1 Tasse Basmatireis, 4 EL Mung-Dal/geschält
16 Tassen Wasser
3 TL Ghee oder Olivenöl für Veganer
1 kleine Zucchini (in kleine Würfel geschnitten)
2- 3 reife Tomaten blanchiert & filetiert, ½ Tasse Blumenkohlröschen
½ TL frischer Ingwer f.g., ½ TL braune Senfkörner, ½ TL Koriander
½ TL Fenchel, ¼ TL Schwarzer Pfeffer , ¼ TL Gelbwurz
¼ TL Asafoetida
ca. ½ TL Himalaya- Steinsalz

Ghee in einem tiefen Topf erhitzen, Senfkörner anschwitzen und anschließend die übrigen, zuvor frisch gemahlenen Gewürze und den gehackten Ingwer dazugeben. Mung-Dal (vorher 3-4 mal im Sieb gründlich mit kalten waschen, bis das Wasser keinen Schaum mehr bildet) mit anschwitzen und bei mittlerer Temperatur ca. 3 Minuten unter ständigem Rühren andünsten. Nun das kleingeschnittene Gemüse (vorher die Tomaten mit heißem Wasser abbrühen, Haut abziehen, Kerngehäuse entfernen und in feine Filetstücke schneiden) dazugeben und nochmals 3 Minuten bei mittlerer Temperatur anschwitzen. 16 Tassen heißes Wasser dazugeben, gut umrühren und bei geschlossenem Deckel weiterkochen lassen. Ca. alle 5- 10 Minuten umrühren und solange kochen, bis die geschälten Munglinsen und der Reis gar sind. Dieses einfache Gericht ist das ideale Gericht für den Entschlackungstag.

Tipp: Für alle 3 Doshas gilt: Zum Schluß frische Kräuter zufügen, & unterziehen und sofort servieren! Es passen zur Suppe: Petersilie, Majoran, frisches Korianderkraut, frische Curryblätter oder Basilikum. Variieren Sie jedes Mal mit einem andern feingehackten Kraut!
Dal ist außer Mungdal immer leicht Vata erhöhend.

Diese Suppe gleicht alle 3 Doshas aus, bei „Kaphadominanz“ etwas mehr
schwarzen Pfeffer oder frischen Ingwer benutzen!